Eibischwurzel

Erkältungszeit – Wissenswertes über die Eibischwurzel

Aus Bequemlichkeit greifen viele Menschen zu Fertigpräparaten, um Erkältungssymptome zu lindern. Doch wer ein wenig Aufwand nicht scheut, kann sich seine Medizin aus Heilkräutern preisgünstig selber zubereiten. Um eine maximale Wirkung zu erzielen, sollte man allerdings über die richtige Indikation, Anwendung und Zubereitung Bescheid wissen. Denn nicht für alle Heilpflanzen gilt, dass sie einfach nur mit kochendem Wasser aufgebrüht werden. Ein Beispiel dafür ist die Eibischwurzel, die ich Euch heute gerne vorstellen möchte.

Die Eibischwurzel stammt, wie der Name schon vermuten lässt, vom Eibisch. Einer Pflanze aus der Familie der Malvengewächse, die in Europa und Westasien heimisch ist. Die Wurzel enthält Schleime, die beruhigend auf den Mund-/Rachenraum und die oberen Atemwege wirken. Sie eignet sich deshalb besonders gut zur Linderung von „rauhem Hals“, entzündeter Schleimhäute in Mund und Rachen sowie trockenem Reizhusten. Typische Beschwerden, die besonders jetzt im Winter wieder zahlreiche Menschen quälen. Die Eibischwurzel wirkt jedoch nicht(!) schleimlösend oder auswurffördernd. Bei festsitzendem Husten mit Schleimproduktion, ist sie deshalb ungeeignet. Ein weiteres Einsatzgebiet der Wurzel sind Reizungen der Magen-/Darmschleimhaut. Auch bei diesen Beschwerden, entfalten die Pflanzenschleime eine beruhigende Wirkung.

Die Schleime der Eibischwurzel lösen sich, wie schon angedeutet, am besten in kaltem Wasser. Für einen Aufguss nimmt man einen Esslöffel voll, etwa 15g, der fein geschnittenen Wurzel und lässt sie mit ca. 150ml kaltem Wasser unter öfterem Umrühren gut 1,5 Stunden ziehen. Danach wird der Aufguss über ein Teesieb abgeseiht und kann zum Trinken erwärmt (nicht aufgekocht!) werden. Den Tee könnt Ihr ganz nach Belieben und Beschwerden mehrmals täglich langsam trinken. Der erhaltene Aufguss ist leicht verderblich, weshalb er grundsätzlich immer frisch und nicht in großer Menge auf Vorrat hergestellt werden sollte. Wem dieser Aufwand dann doch zu groß ist, der aber nicht auf diese wunderbare Naturarznei verzichten möchte, für den gibt es auch fertige Eibischsirupe und -säfte.

Noch wichtig zu erwähnen ist, grundsätzlich gilt bei allen Kaltaufgüssen von Kräutern, dass infolge der fehlenden Hitzeeinwirkung durch kochendes Wasser Krankheitskeime nicht abgetötet werden. Es ist deshalb äußerst wichtig, dass Ihr hygienisch einwandfreies Wasser verwendet und nur Eibischwurzeln aus zuverlässigen Quellen mit geprüfter Qualität, z.B. aus der Apotheke. Zuhause sollte die längerfristige Lagerung der Wurzeln am besten in einem luftdichten, lichtgeschützten Behälter erfolgen.

Alles Liebe, bleibt sportgesund und kommt gut durch die Erkältungssaison!

Euer Andreas Binninger

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